Die Sieben Zeiten. Teil 6: Supernova SN1572 und die Weihe des Tempels durch Salomo

1. In diesem Beitrag wird die Supernova SN1572 als die kosmische Zeitmarke identifiziert, die die Weihe des erstem Tempels, erbaut durch Salomo, datiert.

2. Die Supernova SN1572, Tycho’s Supernova

Der Astronom Tycho Brahe hat uns die, bis zu diesem Zeitpunkt, genaueste Aufzeichnung einer Supernova Beobachtung hinterlassen.

Die Aufzeichnungen, veröffentlicht in der Schrift „Denova et nullins aevi memoria prius visa stella“ („Vom neuen … Stern“), prägten auch den Namen „Nova“, später „Supernova“, für das seltene Ereignis einer Sternexplosion.

SN1572 wird daher auch als „Tycho Brahe’s Supernova“ bezeichnet.

Der Überrest der Supernova SN1572 konnte als Radioquelle und im optischen Bereich identifiziert werden. Die Position war von Tycho Brahe genau aufgezeichnet worden.


Sternenkarte des Sternbildes Cassiopeia mit SN1572 aus
Tycho Brahe’s Aufzeichnung


Sternüberest von SN1572. Bildüberlagerung der Chandra Röntgen,
Spitzer und Calar Alto Teleskope.

3. Der Bau des ersten Tempels durch Salomo

König Salomo war der Sohn und der Nachfolger des Königs David und der letzte König des vereinten Israels. Nach seinem Tod ist die Spaltung in Südreich, bestehend aus den Stämmen Juda und Benjamin, und dem Nordreich, bestehend aus den anderen zehn Stämmen, erfolgt.

Der erste Tempel wurde von Salomo gebaut.

Drei Ereignisse, den Bau des Tempels betreffend, sind mit Zeitangaben aufgezeichnet.

Das erste Ereignis ist der Baubegin, der im 4-ten Jahr der Regierungszeit Salomos, am 2-ten Tag des 2-ten Monats, genannt „Zif“, erfolgt ist. (2Chron 3:2, 1Kön 6:1,37)

Das zweite Ereignis ist die Fertigstellung des Tempels im 11-ten Jahr Salomos, im 8-ten Monat, genannt „Bul“. Die Bauzeit betrug 7 Jahre und einige Monate. (1Kön 6:38)

Das dritte Ereignis ist die Weihe des Tempels, die im darauffolgendem Jahr, am 8-ten Tag des 7-ten Monats begonnen wurde. Weihe und Feste dauerten 15 Tage, vom 8-ten Tag bis zum 23-ten Tag des 7-ten Monats. An den ersten 7 Tagen erfolgte die Weihe, am darauffolgenden, 15-te Tag des Monats begann das Laubhüttenfest das weitere 7 Tage, bis zum 22-ten Tag, gefeiert wurde. Am 23-ten Tag des 7-ten Monats erfolgte die Abreise der Teilnehmer. (2Chron 5, 6, 7 und 1Kön 8)

Es ist die Weihe des Altares des Tempels, während der der Herr in den Tempel eingezogen ist, die bei weitem das bedeutendste der drei Ereignisse ist. Diese Bedeutung spiegelt sich auch in Umfang und Genauigkeit der Zeitangaben wieder. Es ist die Weihe die mit der Supernova SN1572 von Gott hervorgehoben wird und durch sie genau datiert wird.

4. Datierung der Weihe des Tempels

Die Supernova SN1572, Tycho’s Supernova, wurde von ihm am 11. November 1572 erstmals beobachtet. Dieses Datum wird für die Datierung verwendet.

Abzug der Zeitdifferenz der sieben Zeiten von:

Tagesdifferenz(7 Zeiten) = 923773 Tagen

führt zum Datum: 17. September 958 v. Chr. In der Julianischen Tageszählung entspricht das Datum JD: 1371773.

Der 17. September 958 v. Chr. ist der Tag an dem die Weihe des Tempels begonnen wurde.

5. Ein wichtiger Hinweis zur Bedeutung des verwendeten Mondkalenders

Es soll hier nicht die Theorie des lunisolaren Kalenders, der Mondmonate verwendet, beschrieben werden. Es gibt sehr gute Beschreibungen die von der Mathematik bis zur historischen Durchführung sehr genau berichten.

Der Mondkalender scheint auf den ersten Blick nicht die beste, zumindest nicht die einfachste Wahl zu sein. Bei genauerer Betrachtung erweist er sich, für die Umstände der damaligen Zeit, als die bestmögliche Wahl.
Der Grund liegt in einem entscheidenden Vorteil, der darin besteht dass jeder Monat durch ein unabhängiges, beobachtbares astronomisches Ereignis bestimmt wird. Anfang und Ende des Monats ist immer der Neumond.

Den Neumond können wir leicht über Jahrtausende berechnen mit der einfachen Formel:

Neumond am Julianischen Tag, mit „n“ als Ganzzahl:

2449128,59 + 29,53058867 * n +/- 0,25 (F1)

Das bedeutet dass über den gesamten geschichtlichen Zeitraum in dem der Mondkalender verwendet wurde, die Monate festgelegt sind. In früherer Zeit wurde der erste Tag durch die Beobachtung der ersten schmalen Mondsichel nach Neumond durch zwei Zeugen bestimmt, wodurch eine Ungenauigkeit von einem Tag wahrscheinlich ist. Das hat aber keinen Einfluss auf die darauffolgenden Monate oder Jahre.
Selbst größte Einschnitte, wie Verlust der Aufzeichnungen, Wanderung in der Wüste oder Exil des gesamten Volkes können nicht zu Fehlern in der absoluten Lage der Monate führen. Deshalb ist die Angabe des Tages innerhalb eines Monats bei einer Datierung jederzeit auf etwa +/- 1 Tag nachprüfbar und eine sehr wertvolle Information für die Datierung.

Ein Nachteil dieses Kalenders ist jedoch dass Schaltmonate eingefügt werden müssen um die Abweichungen vom Sonnenjahr auszugleichen. Wir wissen nicht genau in welchen Jahren ein Schaltmonat eingefügt wurde. Die durch den Schaltmonat verursachte Unsicherheit in der Datierung beträgt, sofern vorhanden, genau einen Monat, niemals den Bruchteil eines Monats.

6. Bestätigung durch eine außergewöhnliche Übereinstimmung

Ein regelbasierter, zyklischer Kalender, der möglichst genau alle bisher gültigen Regeln erfüllte, wurde erst in den ersten Jahrhunderten n. Chr. öffentlich bekanntgegeben. Wie alt die darin verwendeten Regeln sind ist nicht genau bekannt, sie wurden vorher als Geheimnis gehütet. Die Veröffentlichung erfolgte mit dem Ziel den nun in der Diaspora lebenden Juden die Berechnung der Festtage zu ermöglichen.

Computerprogramme die den jüdischen Kalender auch um einige Jahrtausende rückwirkend berechnen können sind z.B. [1] und [2].

Abzug der sieben Zeiten vom Beobachtungsdatum der Supernova SN1572 ergab den 17. September 958 v. Chr.

Die beiden genannten Programme liefern übereinstimmend für den 17. September 958 v. Chr. das folgende Datum im jüdischen Kalender:

9. Tischri 2804 (Tischri = 7-ter Monat)

Auch mit der einfachen, in (F1) genannten Formel folgt für die Anzahl der Tage nach Neumond: 8,88

Aus (2Chron 7:8-10) folgt für den ersten Tag der Weihe der 8-te Tag des 7-ten Monats.

Die Übereinstimmung ist außerordentlich bemerkenswert!
Der Tag hätte auf einen beliebigen, zufälligen Tag des Jahres fallen können. Stattdessen stimmt Tag und Monat, bis auf eine unvermeidliche Unsicherheit von einem Tag, mit dem in der Hl. Schrift genannten Tag und Monat überein.

Die Übereinstimmung ist eine erneute Bestätigung für die Gültigkeit des sieben Zeiten Zeitintervalls.

7. Datierung aller Ereignisse des Tempelbaus
Aus dem Datum für den ersten Tag der Weihe des Tempels, den 17. September 958 v. Chr., können alle weiteren Ereignisse des Tempelbaus datiert werden.

Datum
[v. Chr.]
Julianische
Tageszählung
Angaben in der
Hl. Schrift
Ereignis
14. April 966 [1368695] 4 Jahr Salomo, 2 Tag, 2 Monat („Zif“)
1Kön 6:1, 2Chron 3:2
Baubeginn des Tempels.
(Zeitraum eines Monats)
19.10.-17.11.959
[1371440]
bis
[1371469]
11 Jahr Salomo, 8 Monat („Bul“)
1Kön 6:38
Der Tempel wurde fertiggestellt.
17. September 958 [1371773] (Abgeleitet)
8 Tag, 7 Monat
2Chron 7:8-10
Erster Tag der 7-tägigen Tempelweihe.
2. Oktober 958 [1371788] 23 Tag, 7 Monat
2Chron 7:8-10
Ende der 15-tägigen Feste. Abreisetag der Teilnehmer.

Sperling

Quellen:
Bilder mit Wikimedia Commons Lizenz (Bilder frei verwendbar)
Kalenderrechner:
[1] nabkal.de (online): www.nabkal.de
[2] Calendrical calculations (Applet): Calendrica

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