Die Sieben Zeiten. Teil 8: Supernova SN1006 und die Geburt Moses

1. Kurzfassung

Die Supernova SN1006 ist die Zeitmarke die der Geburt Moses entspricht. Durch sie ist das Datum der Geburt Moses auf den Tag genau bestimmt.

Aus diesem Datum ist es möglich, unter Verwendung der Zeitangaben in der Hl. Schrift und bereits datierter Ereignisse weitere Datierungen durchzuführen und Zusammenhänge zu erkennen.

Darunter sind:

  • Der Auszug aus Ägypten.
  • Ereignisse aus der Wanderung in der Wüste.
  • Die Überquerung des Jordan und das erste Pascha im verheißenen Land.
  • Die Zuordnung der 430-Jahre Zeitangabe aus 2Mo 12:40-41 und Gal 3:17.
  • Die Opferung Issaks. Das Alter Isaaks bei der Opferung.
  • Die Gesetzgebung durch Moses und deren Entsprechung in der Einführung des Gottesfriedens im Heiligen Römischen Reich.
  • Das Ende der Wüstenwanderung als Ende einer Epoche und ihre Entsprechung.

 

2. Die Supernova SN1006

Die Supernova SN1006 war, unter allen anderen jemals in der Geschichte der Menschheit beobachteten, die hellste. Sie überragte nicht nur alle anderen Supernova, sie war auch das hellste jemals beobachtete, „punktförmige“ Objekt am Himmel. (Sternansammlungen wie z.B. ganze Galaxien sind nicht punktförmig und Nahe Objekte wie z.B. unsere Sonne auch nicht, sie haben eine messbare Fläche.)

Die gesamte Anzahl der glaubwürdigen Aufzeichnungen von Supernova beträgt nur etwa 5 bis 10. Die Anzahl hängt davon ab wie streng die Kriterien zur Anerkennung der Ereignisse gesetzt werden. Zu den Kriterien für die eindeutige Identifikation zählen u.a. die Dauer der Beobachtbarkeit, die spezifische Art der Beschreibung der Position und Helligkeit und die Übereinstimmung der Aufzeichnungen aus verschiedenen Regionen der Erde. Die sicherste Bestätigung ist aber erst in unserer Zeit möglich durch die Identifikation des Überrestes der Sternexplosion.


Der Überrest der Supernova SN1006. Zusammengesetztes Bild mit Aufnahmen verschiedener Wellenlänge, darunter aus dem Röntgen-, Radio- und optischen Bereich.

Historische Aufzeichnungen der SN1006 sind aus vielen Teilen der Welt erhalten. Die präziseste Aufzeichnung wurde jedoch in der alten Hauptstadt Ägyptens, Fustat, von Ali ibn Ridwan durchgeführt. Durch die sehr genaue Aufzeichnung der Position der Planeten ist der genaue Tag der Erstbeobachtung, der 30. April 1006, genau bekannt und nachprüfbar [1].

3. Die Geburt Moses und die Supernova SN1006

Die Supernova SN1006 ist die Zeitmarke, nach „sieben Zeiten“ die der Geburt Moses entspricht.

Aus dem Datum der Erstbeobachtung, dem 30. April 1006, folgt, durch Abzug der „sieben Zeiten“, der Tag der Geburt Moses.

Der Tag der Geburt Moses ist der: 5. März 1524 v. Chr.

Datum in der Julianischen Tageszählung: [JD: 1164846]

Die Zuordnung ist sicher.

Nicht zur Begründung sondern zur Bekräftigung der SN1006 als eine von Gott gesetzte Zeitmarke werden einige besonderen Umstände hervorgehoben:

a.) SN1006 ist die hellste Supernova die jemals beobachtet wurde.

Moses hat von Gott das Gesetz des Alten Testaments empfangen und es dem Volk Israels verkündet. Er ist derjenige der Israel aus der Sklaverei in Ägypten herausgeführt hat. In beiden ist er ein symbolisches Vorbild für unseren Erlöser Jesus Christus. Das Pascha Lamm, dass in der Nacht des Auszugs aus Ägypten geopfert wurde entspricht als symbolische Handlung und Vorbild dem Opfer des Lammes Gottes am Karfreitag. Es ist unser Herr Jesus Christus der uns von der, ohne ihn hoffnungslosen, Sklaverei unter dem Herren dieser Welt, Satan, befreit hat und uns die frohe Botschaft, wie in den Evangelien im Neuen Testament verkündet, gebracht hat.

Daher ist die herausragende Eigenschaft dieser Supernova, als die hellste, angemessen.

b.) Die wissenschaftlich wertvollste weil genaueste Aufzeichnung stammt aus Ägypten, dem Land der Knechtschaft des Volkes und der Geburt Moses.

c.) Von der Zeit in Ägypten nach Joseph ist wenig in der Hl. Schrift aufgezeichnet. In der Zeit um Moses Geburt, 80 Jahre vor den Auszug, gibt es keine weiteren, herausragenden Ereignisse die Zweifel an der Zuordnung hervorrufen könnten. Es ist nur die Geburt Moses, als einziges herausragendes Ereignis einer größeren Zeitperiode, zu der uns dieser Stern führt.

4. Der Auszug aus Ägypten

4.1. Eine technische Notiz zur chronologischen Zählweise

Aus dem bekannten Datum der Geburt Moses sollte die Datierung des Exodus leicht sein.
Doch vor der Datierung ist eine wichtige Feststellung betreffend der verwendeten Zählweise erforderlich.

Es ist sehr wahrscheinlich dass die vorherrschende Kultur, in der sich die Stammväter aufgehalten haben, die Art der Kalenderführung und der chronologischen Aufzeichnungen beeinflusst hat. Insbesondere trifft dies für die Zeit der Knechtschaft in Ägypten zu.

Auch gibt es einen Unterschied zur heute gewöhnten Angabe von Zeitintervallen. Bei den in der Hl. Schrift genannten Zeitintervallen kann es sich um eine „inklusive“ Zählweise handeln, wie in einigen Beispielen auch nachweisbar ist. Bei der inklusiven Zählweise werden Start- und Endpunkt mitgezählt, wodurch um eine Zeiteinheit weniger als bei der uns gewohnten, „additiven“, bei der der Startpunkt nicht mitgezählt wird, gemeint ist.

Beispiel: Ein Alter wird mit 100 Jahren angegeben. In der „inklusiven“ Zählweise entspricht dies dem 100-sten Lebensjahr oder über 99 „vollen“ Jahren, während sie in der heute gewohnten Verwendung der Altersangabe „vollen“ 100 Jahre entspricht.

Im folgenden werden werden beide Zählweisen als möglich betrachtet und beide auf Konsistenz mit anderen Daten geprüft.

4.2. Die Datierung des Auszugs aus Ägypten

Zwei Zeitangaben verbinden das Datum des Auszugs mit bereits bekannten Zeitangaben:

a.) Moses war 80 Jahre alt / im 80-ten Lebensjahr beim Auszug (2Mo 7:7).
b.) Der Beginn des Tempelbaus durch Salomo ist erfolgt nach 480 Jahren / im 480 Jahr nach dem Auszug aus Ägypten (1Kön 6:1, 2Chron 3:2). Der Beginn des Tempelbaus wurde bereits datiert auf den 14. April 966 v. Chr.

Wegen der Ungewissheit ob „inklusive“ oder „volle“ Jahre gemeint sind, werden die folgenden drei Bedingungen geprüft:

B1.) Das Lebensalter Moses muss am Tag des Auszugs 79 oder 80 „volle“ Jahre betragen haben.

B2.) Die Zeit vom Tag des Auszugs bis zum Anfang des Tempelbaus muss „volle“ 479 oder 480 Jahre betragen haben.

B3.) Eine Verschärfung der Bedingung 1. Das Alter Moses muss bereits bei seinem zweiten Besuch beim Pharao, an dem das Schlangenwunder geschah, „volle“ 79 oder 80 Jahre betragen haben. Die Zeit vom zweiten Besuch beim Pharao bis zum Tag des Auszugs muss lang genug gewesen sein um die Zeit in der die 10 Plagen stattgefunden haben, abzudecken.

Zur dritten Bedingung: Die Gesamtdauer der 10 Plagen ist nicht aufgezeichnet. Durch Addition der einzelnen Zeitangaben kann die Gesamtdauer geschätzt werden, wobei eine Unsicherheit betreffend nicht genannter Zwischenintervallen bleibt. In der Chronik des Erzbischofs James Ussher wird für die Gesamtdauer 26 Tage berechnet. Usshers Wert von 26 Tagen wird auch hier als Prüfkriterium verwendet. Damit sind aber erneut beide Exodus-Jahre möglich (Mögl. 1.: 39 Tage, Mögl.2.: 28 Tage).

Aus Bedingung B1 ergeben sich zunächst zwei mögliche Jahre für den Auszug aus Ägypten:

Mögl. 1.) 12. April 1445 v. Chr. (15. Nisan 2316)
Mögl. 2.) 1. April 1444 v. Chr. (15. Nisan 2317)

Beide erfüllen auch Bedingung B3.

Nur Mögl. 1.) erfüllt die Bedingung B2.

Ergebnis der Prüfung der drei Bedingungen ist:

Der Auszug aus Ägypten ist am 12. April 1445 v. Chr. (15. Nisan 2316) erfolgt.


Moses (Michelangelo).

4.3. Moses Gesetzgebung und die Einführung des Gottesfriedens im Heiligen Römischen Reich zur Zeit Kaiser Heinrich IV

Eine weitere Bestätigung des Auszugs-Jahres liefert die Prüfung der Entsprechungen nach „sieben Zeiten“.

Ein deutlicher Volltreffer ist das Ergebnis.

Im ersten Jahr des Auszugs erhält Moses von Gott die Gesetzestafeln mit den 10 Geboten. Diese bilden die Grundlage des Gesetzes des Alten Testaments.

Die erste Reichsweite Einführung des „Gottesfriedens“ im Heiligen Römischen Reich ist im Jahr 1085, zur Zeit des Kaisers Heinrich IV, aus der Dynastie der Salier, erfolgt.

Der Gottesfrieden stellt Jesus Christus im absoluten Mittelpunkt und leitet zu seiner Ehre, Ruhm und Gedenken die darin enthaltenen Anweisungen ab. Die Verordnungen selbst werden als vom Himmel herab, durch göttliche Gnade eingegeben, betrachtet. Nicht nur weltliche Strafe sollen die Einhaltung erzwingen. Sowohl auf die Befolgung als auch die Missachtung steht die Verheißung von Segen und Fluch, geistliche und weltliche Folgen stehen nebeneinander.

Der Gottesfrieden ist die Grundlage auf der sich in der Folgezeit das Rechtssystem des Heiligen Römischen Reiches entwickelt hat. Eine Abschrift der Urform des Gottesfriedens, der ersten Niederschrift der „treuga Dei“, ist im Anhang 1 beigefügt.

Die Aufrichtung des Gottesfriedens für das ganze Reich ist auf einer Synode in Mainz, in der Gegenwart römischer Legaten und des Kaisers Heinrich IV, im Jahre 1085 erfolgt. Das sind „sieben Zeiten“ nach 1445 v. Chr., wodurch das Jahr des Exodus als 1445 v. Chr. bestätigt wird.

Eine weitere, dritte Bestätigung schließt sich an. Ist das Jahr des Exodus 1445 v. Chr. so kann das Ende der Wüstenwanderung, das ist der Tag an dem der Jordan überquert wurde, auf den 15. April 1405 v. Chr. datiert werden. „Sieben Zeiten“ später ist das Datum 10. Juni 1125. Am 23. Mai 1125, nur wenige Tage davor, ist mit dem Tod des Kaisers Heinrich V die Kaiser-Dynastie der Salier erloschen.

4.4. Die Datierung der Datumsangaben in der Hl. Schrift, aus der Zeit des Auszugs und der Wüstenwanderung.

Die Hl. Schrift enthält mehrere, meist tagesgenaue Datumsangaben von Ereignissen aus der Zeit der Wüstenwanderung.

Mit dem jetzt bekannten Tag des Auszugs folgen diese unmittelbar daraus und werden hier tabellarisch wiedergegeben.

Datum
[v. Chr.]
Datumsangabe und Bibelstelle Ereignis
5.3.1524 Geburt Moses
11.4.1445 14 Tag, 1 Monat, 1 Jahr
(2Mo 12:1)
Erstes Pascha am Vortag des Auszugs.
12.4.1445 15 Tag, 1 Monat, (1 Jahr)
(4Mo 33:3)
Um Mitternacht schreitet der Herr durch Ägypten und tötet alle Erstgeburt.
Nur das Blut des Pascha-Lammes bewahrt die Israeliten vor dem Tod.
Nach der 10-ten Plage erfolgt noch am gleichen Tag der Auszug aus Ägypten.
12.5.1445 15 Tag, 2 Monat, (1 Jahr)
(2Mo 16:1)
Erstes Manna. Brot vom Himmel.
27.5-25.6.1445 3 Monat, (1 Jahr)
(2Mo 19,1)
Ankunft am Berg Sinai.
18.3.1444 1 Tag, 1 Monat, 2 Jahr
(2Mo 40:2;17)
Aufrichtung des Offenbarungszeltes.
31.3.1444 14 Tag, 1 Monat, 2 Jahr
(4Mo 9:5)
Pascha am Sinai.
17.4.1444 1 Tag, 2 Monat, 2 Jahr
(4Mo 1:1)
Zählung der wehrfähigen Männer.
6.5.1444 20 Tag, 2 Monat, 2 Jahr
(4Mo 10:11)
Aufbruch vom Sinai.
20.3.-18.4.1406 1 Monat, 40 Jahr
(4Mo 20:1)
Tod Mirjams, der Schwester Moses.
16.7.1406 1 Tag, 5 Monat, (40 Jahr)
(4Mo 33:38-39)
Tod Aarons, des Bruders Moses.
8.1.1405 1 Tag, 11 Monat, 40 Jahr
(5Mo 1:3)
Moses verkündet der neuen Generation das Gesetz nachdem er von Gott erfahren hat, dass er vor dem Einzug in das verheißene Land sterben wird.
15.4.1405 10 Tag, 1 Monat, (41 Jahr)
(Jos 4,19)
Josua führt das Volk Israels über den Jordan.
19.4.1405 14 Tag, 1 Monat, (41 Jahr)
(Jos 5:10)
Erstes Pascha im verheißenen Land, westlich des Jordan.

5. Die 430 Jahre bis zum Auszug aus Ägypten

In 2Mo 12:40-41 und Gal 3:17 wird von einer Zeit von 430 Jahren gesprochen, deren Zuordnung unterschiedlich in den Chronologien gedeutet wird.

Die stellen in der Hl. Schrift sind:

2Moses 12:40-41
40 Die Zeit des Aufenthaltes der Israeliten in Ägypten betrug vierhundertdreißig Jahre.
41 Am Ende der vierhundertdreißig Jahre, an eben diesem Tage, zogen alle Heerscharen des Herrn aus dem Ägypterland aus.

Galater 3:17
17 Damit will ich sagen: Ein von Gott zuvor für rechtskräftig erklärtes Testament wird durch das vierhundertdreißig Jahre später kommende Gesetz nicht außer Kraft gesetzt, so daß die Verheißung hinfällig würde.

Bemerkenswert ist dass von einem tagesgenauen Ereignis, nach 430 Jahren, „an eben diesem Tag“, berichtet wird. Das tagesgenaue Ereignis wird genannt, es ist der Tag des Auszugs aus Ägypten, der 15 Tag des 1 Monats, der Tag an dem der Herr alle Erstgeburt in Ägypten getötet hat und nur das Blut des Pascha-Lammes die Erstgeborenen der Israeliten vom Tod bewahrt hat.

Aber welches Ereignis ist der Anfang dieses 430 Jahre dauernden Zeitintervalls?

Viele haben den Anfang der 430 Jahre mit dem Aufbruch Abrahams aus Haran, im Alter von 75 Jahren, gedeutet.

Gott hat Abraham aufgefordert das Land zu verlassen und er hat einen Bund mit ihm geschlossen. In seinem Geschlecht wird der Erlöser, Jesus Christus geboren, in dem alle Nationen der Erde gesegnet werden.

Das ist eine Möglichkeit, sie scheint aber bereits durch Gal 3:17, in dem von einem bestätigten Testament gesprochen wird, widerlegt. Auch ist nicht erkennbar warum dieses Ereignis auf den Tag genau, 430 Jahre später, der Tötung der Erstgeburt entspricht.

Aus dem bekannten Datum des Auszugs aus Ägypten kann jetzt die Zeit vor 430 Jahren berechnet werden und mit den bereits datierten Lebensdaten Abrahams verglichen werden.

Das Ergebnis ist dass Abraham 112 oder 113 Jahre alt war und Isaak 12 oder 13 Jahre alt.

Das Alter Isaaks entspricht dem Altersbereich in dem Gott Abraham geprüft hat und aufgefordert hat Isaak zu opfern. Isaak wir als Jüngling/Kind bezeichnet. Wenn er damals bereits das Alter eines Kriegers, von 20 Jahren gehabt hätte, wäre die Bezeichnung unpassend. Auch war Isaak bereits alt genug um das Holz für die Verbrennung des Opfers selbst zu tragen.

Die tagesgenauen 430 Jahre bis zur Tötung aller Erstgeburt in Ägypten beginnt mit dem Tag der Opferung Isaaks, des einzigen Sohnes, der die Verheißung empfangen hatte.

Hebräer 11:17-18
17 Im Glauben hat Abraham, da er geprüft wurde, den Isaak dargebracht und wollte den einzigen Sohn hinopfern, er, der die Verheißungen empfangen hatte
18 und zu dem gesagt worden war: „In Isaak soll dir Nachkommenschaft werden“

1Moses 22:1-12
1 Nach diesen Ereignissen stellte Gott den Abraham auf die Probe. Er rief ihn: „Abraham!“ Dieser antwortete: „Hier bin ich!“
2 Und Gott sprach: „Nimm deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, den Isaak, begib dich in das Land Moria und bringe ihn dort auf einem der Berge, den ich dir noch zeigen werde, zum Brandopfer dar!“
3 Abraham stand am frühen Morgen auf, sattelte seinen Esel und nahm seine beiden Diener und seinen Sohn Isaak mit sich. Er spaltete Holz zum Brandopfer. Dann machte er sich auf und ging an den Ort, den Gott genannt hatte.
4 Am dritten Tage erhob Abraham seine Augen und sah von ferne den Ort.
5 Abraham sprach zu seinen Dienern: „Bleibt ihr hier bei dem Esel! Ich aber und der Knabe wollen dorthin gehen. Wir wollen uns zur Anbetung niederwerfen und dann zu euch zurückkehren.“
6 Da nahm Abraham das Holz zum Brandopfer und legte es seinem Sohn Isaak auf. Er selbst trug das Feuer und das Messer in seiner Hand. So gingen die beiden miteinander.
7 Isaak sprach zu seinem Vater Abraham: „Mein Vater!“ Der antwortete: „Hier bin ich, mein Sohn!“ Jener sagte: „Hier ist das Feuer und das Holz; wo aber ist das Schaf zum Brandopfer?“
8 Abraham antwortete: „Gott selbst wird schon für das Schaf zum Brandopfer sorgen, mein Sohn!“ So gingen die beiden miteinander.
9 Sie kamen an den Ort, den Gott ihnen genannt hatte. Abraham baute daselbst den Altar, er richtete das Holz zurecht, band seinen Sohn Isaak fest und legte ihn auf den Altar, oben auf die Holzstücke.
10 Dann streckte Abraham seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten.
11 Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu und sprach: „Abraham! Abraham!“ Der antwortete: „Hier bin ich!“
12 Jener sprach: „Strecke deine Hand nicht nach dem Knaben aus! Tue ihm nichts an; denn jetzt erkenne ich, daß du ein gottesfürchtiger Mann bist und selbst deinen einzigen Sohn mir nicht vorenthalten hast.“

Auch das für rechtskräftig, und damit bestätigte Testament in Gal 3:17 wird verständlich, nach der bestandenen Glaubensprüfung Abrahams und dem erneut bestätigten Segen Gottes:

1Moses 22:15-18
15 Der Engel des Herrn rief dem Abraham vom Himmel her zum zweitenmal zu:
16 „Ich schwöre bei mir selbst, so ist des Herrn Ausspruch, weil du dies getan hast und deinen einzigen Sohn mir nicht vorenthalten hast,
17 will ich dich segnen mit reichem Segen und will deine Nachkommen überaus zahlreich machen wie die Himmelssterne und wie den Sand am Ufer des Meeres, und deine Nachkommen sollen das Tor ihrer Feinde in Besitz nehmen!
18 Und durch deine Nachkommenschaft sollen gesegnet werden alle Völker der Erde, weil du meinem Ruf gehorchtest.“

Die Opferung des einzigen Sohnes der Verheißung, Isaak, ist, wie auch das Pascha und die Tötung der Erstgeburt in Ägypten ein symbolisches Vorbild für die Opferung des einzigen Sohnes Gottes, unseres Erlösers Jesus Christus.


Die Opferung Isaaks (Tizian).

5.1. Datierung der Opferung Isaaks

Die zwei Möglichkeiten bei „inklusiven“ oder „vollen“ 430 Jahren sind:

a.) 16.4.1874 v. Chr. (bei „vollen“ 429 Jahren)
b.) 27.4.1875 v. Chr. (bei „vollen“ 430 Jahren)

Die Möglichkeit a.) wird durch zwei besondere Umstände bestätigt und als gültig betrachtet.

Die Opferung Isaaks war am 16.4.1874 v. Chr.

Das Alter Isaaks zu diesem Zeitpunkt betrug 13,5 (+/-0,5) Jahre.

Ein Hinweis ist die besondere Eigenschaft von „vollen“ 429 Jahren als gemeinsamer Vielfacher der unterschiedlich langen Jahre im Mondkalender (lunisolar) und im Sonnenkalender (solar). Wegen der um 11 Tage unterschiedlichen Jahreslängen (ohne Schaltmonat) kann sonst meist nur entweder tagesgenau im Mond oder im Sonnenkalender berechnet werden. Bei 429 Jahren ist beides gleichzeitig möglich.

Der zweite, aussagekräftigere Hinweis auf „volle“ 429 Jahre folgt aus der Entsprechung nach „sieben Zeiten“.
Das Datum „sieben Zeiten“ nach der Opferung Isaaks ist der 10. Juni 656 n. Chr.
Bereits in einem früheren Beitrag wurde festgestellt dass der Geburt Isaaks die erste Übernahme realer Macht durch einen karolingischen Hausmeier im Fränkischen Reich entspricht.
Im Jahre 656 fand der sogenannte „Staatsstreich“ des Karolingers Grimoald des Älteren statt, der nach dem Tod des Merowinger-Königs, seinen eigenen Sohn, als „Childebertus adoptivus“ auf den Thron gebracht hat.
Der rechtmäßige Nachfolger, das Kind Dagobert II, wurde nicht getötet, sondern nach Irland in ein Kloster gebracht. Die Übernahme der Königsmacht sollte noch nicht dauerhaft sein.

Natürlich ist die wesentlich bedeutendere Entsprechung der Opferung Isaaks, wie bereits erwähnt, die des Karfreitags. Dennoch ist auch diese Entsprechung nach „sieben Zeiten“ bedeutend weil sie die Eindeutigkeit der Datierung der Opferung Isaaks bestätigt.

Anhang 1: Der Gottesfrieden

Das erste Auftreten der „treuga Dei“ ist uns überliefert aus einem Schreiben dessen Übersetzung aus dem lateinischen hier als Abschrift aus [2] wiedergegeben wird.

Das Schreiben ist aus dem Jahr 1041 und wurde verfasst vom Erzbischof Reginbald von Arles, den Bischöfen Benedict von Avignon und Nitard von Nizza und dem Abt Odilo von Clugny im Namen des Clerus von Gallien und ist gerichtet an alle Geistliche Italiens.

Inhalt des Schreibens:

„Wir bitten und beschwören euch Alle, die ihr Gott fürchtet, an ihn glaubt und durch sein Blut erlöst seid, dass ihr möget wachsam sein, für das Heil der Seele und des Leibes sorgen und die Wege des Herrn wandeln, auf dass ihr, unter einander Frieden haltend, würdig werdet, mit Gott die Ruhe des ewigen Friedens zu geniessen. Empfanget und bewahret also den Frieden Gottes, welchen, vom Himmel zu uns herabgesandt, auch wir auf Eingebung des barmherzigen Gottes bereits angenommen haben und unverbrüchlich halten, der darin besteht, dass von der Abendstunde des vierten Wochentages an unter allen Christen, Freunden und Feinden, Nachbarn und Fremden, ein heiliger und unverletzlicher Friede herrscht bis zum zweiten Wochentage, d.h. bis zum Sonnenaufgang am Dienstag, so dass Jedermann zu jeder Stunde in diesen vier Tagen und Nächten vollkommene Sicherheit geniesst und frei von jeglicher Furcht vor seinen Feinden unter dem Schutz des göttlichen Friedens thun kann, was ihm gelegen ist.

Diejenigen, welche diesen Gottesfrieden beobachten und unverbrüchlich halten, die sollen vor Gott und allen Heiligen jetzt und immerdar von der Sündenschuld erlöst sein. Wer aber den Gottesfrieden zu halten versprochen hat und ihn absichtlich bricht, der sei für alle Ewigkeit verflucht und verdammt, wenn er nicht Genugthuung leistet, wie vorgeschrieben ist. Wer nämlich an diesen geheiligten Tagen einen Mord begeht, der soll verbannt und aus seinem Vaterlande vertrieben nach Jerusalem wandern und dort die Strafe des Exils erdulden. Bricht Jemand auf irgend eine andere Weise den Gottesfrieden, so soll er nach weltlichem Gesetz gerichtet das Mass seiner Schuld abbüsen und dazu mit verdoppelter Kirchenbusse belegt werden. Und wir halten deshalb so streng darauf, dass wir, wofern wir irgendwie jenes Gelöbniss gebrochen haben, doppelt nach weltlichem und geistlichem Gericht gerichtet werden, weil wir glauben, dass uns diese Verordnung vom Himmel herab durch göttliche Gnade eingegeben worden ist, da hienieden nichts gutes geschah. Nicht einmal der Tag des Herrn wurde gefeiert, sondern durch das gewohnte Treiben entheiligt. Demnach haben wir also Gott vier Tage geweiht und ihm gelobt, dass der fünfte Tag der Woche zur Ehre der Himmelfahrt Christi, der sechste zum Gedächtniss seines Leidens, der siebente zur Erinnerung seiner Ruhe im Grabe und der folgende als Tag der Auferstehung heilig gehalten wird, mithin an diesem keinerlei ländliche Arbeit geschieht und der Feind den Feind nicht zu fürchten hat.“

Quellen:

[1] The supernova of AD 1006. Stephenson, F. Richard; Clark, David H.; Crawford, David F., Monthly Notices of the Royal Astronomical Society, Vol. 180, p. 567-584 (1977).

[2] Geschichte des Gottesfriedens. August Kluckhohn, Leipzig, 1857

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