Die Sieben Zeiten. Teil 9: Das Rosenkranzgebet und das Gebet im ersten Tempel

1. Kurzfassung

Betrachtet werden die Entsprechungen nach „sieben Zeiten“ des Zeitraumes von 100 Jahren (1010 bis 910 v. Chr.), die das geeinte Königreich unter David und Salomo und den Anfang der Trennung in Nord- und Südreich, umfassen. Der Zeitraum entspricht nach „sieben Zeiten“: 1520 bis 1620 n. Chr.

Die Prüfung ergibt u.a. folgende Ergebnisse und Erkenntnisse:

  • Die Einführung des Gedächtnisses „Unserer Lieben Frau vom Siege“, später „Rosenkranzfest“, durch Pius V, nachdem durch das Rosenkranzgebet Gott den Sieg über die Feinde der Christen gewährt hat, entspricht der Weihe des ersten Tempels durch Salomo.
  • Das Beten des Rosenkranzes entspricht dem Beten im Tempel in Jerusalem.
  • Das Rosenkranzgebet ist das Gebet dass den Sieg über die Mächte des Antichristen und den Antichristen selbst, auf die Fürsprache der Muttergottes, erreichen wird.
  • Die Entsprechung des Königs David in der Zeit des Neuen Testaments ist Kaiser Karl V.
  • Die Entsprechung des Königs Salomo ist König Philipp II.
  • Die Spaltung des unter David und Salomo noch geeinten Reiches entspricht der Spaltung der Christen durch den Protestantismus.
  • Das Südreich entspricht den katholischen Nationen und Regionen.
  • Das Nordreich entspricht allen durch Rebellion abtrünnig gewordenen Nationen und Regionen, die verschiedene Formen des Protestantismus angenommen haben und den wahren Glauben verstoßen haben.
  • Die verlustreichste Schlacht der gesamten Hl. Schrift, mit 500000 Toten allein auf einer Seite, die zwischen Brüdern des Süd- und des Nordreiches stattgefunden hat, entspricht dem 30-jährigen Krieg zwischen Katholiken und Protestanten. Die Schlacht fand „sieben Zeiten“ vor der ersten Schlacht des 30-jährigen Krieges statt.

2. Der betrachtete Zeitraum von 100 Jahren

Betrachtet wird der Zeitraum des geeinten Reiches unter David und Salomo und die ersten Jahre der getrennten Reiche, nach Salomos Regierung, bis zur Schlacht zwischen den Königen Abiam und Jerobeam.

Die Zeiten aus dem Alten Testament wurden in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Datum Datum nach
7 Zeiten
Ereignis
-1008(,2) 1521(,9) David König
-968(,7) 1561(,4) Salomo König
(6 Monate vor Davids Tod)
-968(,2) 1561(,9) Davids Tod. Er war 40 Jahre König.
14. April 966 v.Chr. 8. Juni 1564 Baubeginn des Tempels.
4 Jahr Salomo, 2 Tag, 2 Monat („Zif“)
1Kön 6:1, 2Chron 3:2
(Zeitraum eines Monats)
19.10.-17.11.959 v.Chr.
14.12.1571 – 12.1.1572 Der Tempel wurde fertiggestellt.
11 Jahr Salomo, 8 Monat („Bul“)
1Kön 6:38
17. September 958 v.Chr. 11. November 1572 Erster Tag der 7-tägigen Tempelweihe.
(Abgeleitet)
8 Tag, 7 Monat
2Chron 7:8-10
2. Oktober 958 v.Chr. 26. November 1572 Ende der 15-tägigen Feste. Abreisetag der Teilnehmer.
23 Tag, 7 Monat
2Chron 7:8-10
-928(,8) 1601(,4) Salomos Tod. Er war 40 Jahre König.
-911(,5) 1618(,7) Abiam folgt Rehobeam als König des Südreichs Juda.
Er wird 3 Jahre regieren. 2Chron 13:1-2
-910(,5) 1619(,7) Schlacht zwischen Abiam (Juda) und Jerobeam (Israel).
Abiams Armee: 400000 Mann.
Jerobeams Armee: 800000 Mann.
Allein auf Jerobeams Seite sterben 500000 Mann.
2Chron 13:3-17

3. Die Seeschlacht von Lepanto und der Rosenkranz

Der Bau des Tempels durch Salomo hat sieben Jahre und 6 Monate gedauert. Die Weihe des Tempels ist erst im auf die Fertigstellung darauffolgenden Jahr, einem Jubeljahr, erfolgt.

Die sehr genaue Datierung ist, mittels der Supernova SN1572, die als Zeitmarke vom Herrn unfehlbar gesetzt wurde, bereits erfolgt. Die Datumsangaben sind in der Tabelle aufgelistet.

Sieben Zeiten nach der Zeit des Tempelbaus und dessen Weihe, das ist der Zeitraum 1564 – 1572, ist eine klare Entsprechung zu finden.

In dieser Zeit war das Christentum in seiner Existenz bedroht durch die militärische Machtzunahme und gewaltsame Expansion des Osmanischen Reiches. Neben den damals bereits zahlenmäßig überlegenen Landstreitkräften der Türken, die Wien bedrohten, haben diese auch die größte Kriegsflotte im Mittelmeer aufgebaut.

Papst Pius V hat in diesen acht Jahren eine Reihe bedeutender Entscheidungen für das Christentum getroffen.

Am 17. September 1569 legte er den endgültigen Text des „Ave Maria“ und die offizielle Gebetsweise des Rosenkranzes fest. Auch um den sich ausbreitenden Protestantismus, der zur größten inneren Gefahr des Christentums wurde, Einhalt zu gebieten, ließ er 1566 den „Catechismus Romanus“, 1568 das „Breviarum Romanum“ und 1570 das „Missale Romanum“ überarbeiten und neu herausgeben, und setzte am 14. Juli 1570, in der Bulle „Quo primum“ die „Tridentinische Messe“, als für alle Zeiten gültig, ein.

Er war die treibende Kraft in der Gründung der Heiligen Liga, mit Spanien und Venedig, zur Abwehr der türkischen Expansion.

Am 7. Oktober 1571 kam es zur Seeschlacht von Lepanto, in der der christlichen Flotte der Heiligen Liga, unter Führung von Don Juan de Austria, dem Halbbruder des Königs Philipp II von Spanien, ein historisch entscheidender Sieg über die Türken gelang. Den Türken war es danach nie wieder gelungen zur stärksten Seemacht aufzusteigen.

Der Sieg in der Seeschlacht von Lepanto ist eng verbunden mit dem Rosenkranzgebet.

Papst Pius V rief die gesamte Christenheit und insbesondere die Rosenkranzbruderschaften auf, die Gottesmutter durch das Rosenkranzgebet zu bestürmen. Er ließ unter den Soldaten der Flotte Rosenkränze verteilen.
Auch eine Kopie des Gnadenbildes von Guadalupe, der Erscheinung der Muttergottes aus der amerikanischen Kolonie „Neuspanien“ war in der Schlacht dabei, auf dem Schiff des Admirals Andrea Doria.
Als Anführer der Flotte, so wird berichtet, setzte er entgegen seiner ursprünglichen Absicht, nach einer Eingebung beim Lesen einer Bibelstelle, Don Juan de Austria.
Ein weiteres übernatürliches Zeichen geschah während der Schlacht. Pius V sah in einer Vision den Sieg der christlichen Flotte.

Der Sieg am 7. Oktober 1571 fiel, in der Entsprechung vor „sieben Zeiten“ nur 2 bis 3 Monate vor der Fertigstellung des Tempels durch Salomo.

4. Einführung des Gedächtnisses „Unserer Lieben Frau vom Sieg“, des späteren Rosenkranzfestes

Nach dem Sieg ordnete Pius V, aus Dankbarkeit an, jedes Jahr am 7. Oktober der erhaltenen Hilfe zu gedenken unter dem Titel „Gedächtnis Unserer Lieben Frau vom Siege“. Später wurde es zu einem Fest für die gesamte Kirche erhoben, dem Rosenkranzfest.

Das erste Gedächtnis fand somit am 7. Oktober 1572 statt. Dieses Datum entspricht, nach „sieben Zeiten“, der Weihe des Tempels durch Salomo und dem Einzug Gottes in den Tempel. Die tagesgenaue Entsprechung, der 11.11.1572 weicht, nach über 2529 Jahren nur um 2 Monate ab.


Lepanto-Monstranz: Maria vom Siege über dem Achterkastell des Christenschiffes.
Die Monstranz befindet sich in der Kirche „Maria de Victoria“ in Ingolstadt.

5. Die Bedeutung der Entsprechung nach „sieben Zeiten“ zum Tempelbau, Fertigstellung und Weihe

Die Übereinstimmung der Zeiten und Bedeutung der geschilderten Ereignisse, im Zeitraum der acht Jahre, mit dem Bau und der Weihe des Tempels unter Salomo, ist so deutlich dass es keinen Zweifel über die Entsprechungen geben kann.

Das Gebet zu Gott im von Salomo erbauten Tempel in Jerusalem entspricht in unserer Zeit dem Rosenkranzgebet zur Muttergottes.

Sie ist die mächtigste Fürsprecherin bei unserem Herrn.
Sie will unser Herr ehren indem er ihr den Sieg über die Feinde der Christen gewährt.

Unsere Liebe Frau vom Sieg, die Rosenkranzkönigin ist das wundervolle Geheimnis aus der Mitte der Dreifaltigkeit.
Sie ist die einzige unbefleckt empfangene Tochter des Vaters, sie ist die Braut des Heiligen Geistes und sie ist die Mutter des Sohnes, unseres Herrn.

Maria, die Muttergottes, ist ein Einblick in das innerste Wesen des Dreifaltigen Gottes. Sie hat die Macht mit einem Lächeln ein Herz in Besitz zu nehmen.

Das mächtigste Gebet, mit dem wir Gott am leichtesten erreichen und das er erwählt hat, ist das Rosenkranzgebet zur Muttergottes. So wünscht es und so gefällt es Gott.

6. Das Rosenkranzgebet als wichtigstes Gebet der Christen in der Endzeit

Die überragende Bedeutung des Rosenkranzgebetes zur Muttergottes wird aus der Entsprechung nach „sieben Zeiten“ klar und unwiderlegbar.

Es gefällt unserem Herrn sich hinter der Muttergottes zu verbergen und ihr den Sieg über Satan und seinem Anhang, den Feinden der Christen, zu gewähren.

Es ist die Muttergottes, die Rosenkranzkönigin, Unsere Liebe Frau vom Sieg, die in dieser Endzeit unsere Fürsprecherin und Hilfe ist. Sie, die Schlangenzertreterin, wird in allen Schlachten Gottes siegen.

Die eindrucksvolle Bestätigung des Rosenkranzes durch die „sieben Zeiten“ bekräftigt auch die bereits auf den Rosenkranz gedeuteten Allegorien aus der Heiligen Schrift.

Zwei Beispiele sollen hier erwähnt werden.

a.) Im Johannesevangelium wird eine Begegnung der Jünger mit einem Mann geschildert, den diese nicht gleich erkannten. Es war der von den Toten auferstandene Jesus und er hat eine sehr besondere Art gewählt um seine Identität und Macht zu offenbaren.

Die Jünger sind seiner Anweisung gefolgt und haben ein volles Netz Fische gefangen. Sie haben die Fische gezählt, sehr genau gezählt, es waren 153.
Das ist die Zahl der „Gegrüßet seiest Du Maria“ in einem die 15 Geheimnisse umfassenden Rosenkranzgebet, auch Psalter genannt (3+15×10).

Johannes 21:6-12
6 Er sprach zu ihnen: „Werft das Netz auf der rechten Seite des Schiffes aus, und ihr werdet finden.“ Sie warfen es aus und vermochten es nicht mehr einzuziehen wegen der Menge der Fische.
7 Da sagte jener Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: „Es ist der Herr!“ Als Simon Petrus hörte, daß es der Herr sei, legte er sich das Überhemd um – er war nämlich ohne Kleid – und warf sich in den See.
8 Die anderen Jünger kamen im Schiff; denn sie waren nicht weiter als etwa dreihundert Ellen vom Lande weg und schleppten das Netz mit den Fischen nach.
9 Da sie nun ans Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer angelegt und einen Fisch darauf liegen und Brot.
10 Jesus sprach zu ihnen: „Bringt von den Fischen, die ihr eben gefangen habt!“
11 Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz, das mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen angefüllt war, ans Land; und obwohl es so viele waren, zerriß das Netz nicht.
12 Jesus sprach zu ihnen: „Kommt und haltet Mahlzeit!“ Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: „Wer bist du?“ Wußten sie doch, daß es der Herr war.

b.) Das Buch Ester ist eine Allegorie der Endzeit.

Die Beschützerin und Retterin der Christen ist die Muttergottes, gekrönt als Himmelskönigin. Als Königin ist sie die Fürsprecherin der Christen beim König der Könige, Jesus Christus.

Der Antichrist wird nicht anders als durch einen Galgen hingerichtet. Es wird nicht versäumt die exakte Höhe des Galgenmastes anzugeben, er war 50 Ellen hoch, die Anzahl der „Gegrüßet seiest Du Maria“ in fünf Geheimnissen eines Rosenkranzes.

Ester 7:6
6 Da sagte Ester: „Gegner und Feind ist dieser schlimme Haman hier!“ Haman schrak zusammen vor dem Angesicht des Königs und der Königin.

Ester 7:9-10
9 Charbona, einer der Hofbeamten im Dienste des Königs, sprach: „Da steht ja schon der fünfzig Ellen hohe Pfahl am Hause Hamans, den Haman für Mordekaj machen ließ, der damals eine für den König nützliche Aussage machte.“ Der König sprach: „Hängt ihn daran auf!“
10 Da hängte man den Haman an den Pfahl, den er für Mordekaj hatte aufrichten lassen, und der Zorn des Königs legte sich.

Ester 9:13-14
13 Ester entgegnete: „Erscheint es dem König richtig, so werde den Juden in Susa auch morgen gestattet, nach dem für heute genehmigten Gesetz vorzugehen; die zehn Söhne des Haman aber hänge man an den Pfahl!“
14 Da ordnete der König an, daß es so geschehen solle, und in Susa wurde ein Erlaß verkündet. Die zehn Söhne Hamans aber hängte man auf.

Übersicht einiger Analogien im Buch Ester:

Altes Testament
„in größter Bedrohung“
Neues Testament
„Endzeit“
Haman. Der Antichrist.
Die zehn Söhne Hamans. Die zehn Könige, die Macht für nur eine Stunde mit dem Antichristen erhalten werden, und seine Gehilfen sind.
Offb 17:12 Die zehn Hörner, die du sahst: zehn Könige sind es, die noch nicht zur Herrschaft gelangten, doch empfangen sie Macht wie Könige für eine einzige Stunde zusammen mit dem Tiere.
Absicht Hamans: Vernichtung der Juden. Absicht des Antichristen: Vernichtung der Christen.
Die Königin Ester, die Fürsprecherin der Juden beim König. Die zur Königin des Himmels gekrönte Muttergottes, unsere Fürsprecherin bei unserem Herrn.
Der persische König. Jesus Christus, der König der Könige.
Der Galgenmast, der Höhe von 50 Ellen, an dem Haman und später, auf den ausdrücklichen Wunsch von Ester, auch seine zehn Söhne gehenkt wurden. Der Rosenkranz.


König Philipp II mit Rosenkranz (Anguissola).

7. David und Kaiser Karl V, Salomo und Philipp II

Von den beiden Königen, David und Salomo wissen wir dass sie jeweils 40 Jahre regiert haben.

2Samuel 5:4
4 David war dreißig Jahre alt, als er zu herrschen anfing, vierzig Jahre regierte er.

1Könige 2:11-12
11 Vierzig Jahre hatte David über Israel als König geherrscht. In Hebron regierte er sieben Jahre und in Jerusalem dreiunddreißig.
12 Salomo saß nun auf dem Thron seines Vaters David, und sein Königtum wurde immer beständiger.

1Könige 11:42
42 Die Zeit, in der Salomo in Jerusalem über ganz Israel herrschte, betrug vierzig Jahre.

1Chronik 29:26-28
26 David, der Sohn Isais, herrschte als König über ganz Israel.
27 Die Zeit, in der er über Israel König war, betrug vierzig Jahre. In Hebron herrschte er sieben und in Jerusalem dreiunddreißig Jahre.
28 Er starb in hohem Alter, satt an Lebenstagen, Reichtum und Glanz. Sein Sohn Salomo folgte ihm in der Königsherrschaft.

2Chronik 9:30
30 Salomo herrschte in Jerusalem vierzig Jahre lang über ganz Israel.

Sowohl Karl V als auch Philipp II haben 40 Jahre regiert.

Zunächst erscheint es nicht sofort klar welches Datum für die Berechnung der Regierungszeiten herangezogen werden soll. Es sind unterschiedliche Regionen, unterschiedliche Titel und einige Zwischenzeiten, z.B. nach dem Tod des Vorgängers bis zur Anerkennung des Nachfolgers, die zur Berechnung herangezogen werden können. Dennoch ist die Wahl weder willkürlich noch ist es schwierig die wichtigen Eckpunkte zu erkennen.

Bei Karl V können zwei Zählweisen, die beide 40 Jahre umfassen, betrachtet werden.

a.) Die 40 Jahre vom Tod Ferdinand I, des Königs von Spanien (23.1.1516) bis zur Übergabe des Titels „König von Spanien“ an Philipp II (16.1.1556), während Karl V noch Kaiser blieb.

b.) Die 40 Jahre vom Tod des Kaisers Maximilian I (12.1.1519) bis zum Tod des Kaisers Karl V (21.9.1558).

Die zweite Möglichkeit ist klar vorzuziehen, weil in dieser Zeit Karl V über das ganze, geeinte Reich regiert hat.

Die Regierungszeit Philipps II wird gerechnet vom Tod des Kaisers Karl V (21.9.1558) bis zum Tod des Königs Philipp II (13.9.1598).

In beiden Fällen sind es 40 Jahre (zwischen 39 und 40 „vollen“ Jahren).

Das ist die erste Übereinstimmung mit den Regierungszeiten von David und Salomo.

Bei der Prüfung der Übereinstimmung nach „sieben Zeiten“ ist eine geringe Abweichung von 2 bis 3 Jahren festzustellen.

Philipp II (21.9.1558 — 13.9.1598)
Salomo, nach „sieben Zeiten“: (1561,4 — 1601,4 (+/- 0,5 Jahre))

Diese geringe Abweichung ändert jedoch nichts an der sicheren Zuordnung. Es scheint sogar der Gerechtigkeit zu entsprechen, dass das Todesdatum eines guten, gottgefälligen Menschen nicht öffentlich bekannt, vorherbestimmt sein soll.

Das ist die zweite, deutliche Übereinstimmung und der wichtigste Beweis, durch die „sieben Zeiten“, der Entsprechung David / Salomo und Karl V / Philipp II.


Kaiser Karl V (Tizian)

Der offizielle Titel Kaiser Karl V war:

Wir, Karl der Fünfte, von Gottes Gnaden erwählter Römischer Kaiser, zu allen Zeiten Mehrer des Reiches, in Germanien, zu Kastilien, Aragon, León, beider Sizilien, Jerusalem, Ungarn, Dalmatien, Kroatien, Navarra, Granada, Toledo, Valencia, Galizien, Mallorca, Sevilla, Sardinien, Córdoba, Korsika, Murcia, Jaén, Algerien, Algeciras, Gibraltar, der Kanarischen und Indianischen Inseln und des Festlandes, des Ozeanischen Meers &c. König, Erzherzog zu Österreich, Herzog zu Burgund, zu Lothringen, zu Brabant, zu Steyr, zu Kärnten, zu Krain, zu Limburg, zu Luxemburg, zu Geldern, zu Kalabrien, zu Athen, zu Neopatria und zu Württemberg &c. Graf zu Habsburg, zu Flandern, zu Tirol, zu Görz, zu Barcelona, zu Artois und zu Burgund &c. Pfalzgraf zu Hennegau, zu Holland, zu Seeland, zu Pfirt, zu Kyburg, zu Namur, zu Roussillon, zu Cerdagne und zu Zutphen &c. Landgraf im Elsass, Markgraf zu Burgau, zu Oristan, zu Goziani und des Heiligen Römischen Reiches, Fürst zu Schwaben, zu Katalonien, zu Asturien &c. Herr zu Friesland und der Windischen Mark, zu Pordenone, zu Biscaya, zu Monia, zu Salins, zu Tripolis und zu Mecheln &c.


Herrschaftsbereich des Kaisers Karl V in Europa. Dazu kommen die Überseegebiete
in Südamerika, „Neu-Kastilien“ und in Mittel-/Nordamerika, „Neuspanien“.

Weinrot: Kastilien
Rot: Besitzungen Aragons
Orange: Burgundische Besitzungen
Gelb: Österreichische Erblande
Blassgelb: Heiliges Römisches Reich

8. Die verlustreichste Schlacht der Hl. Schrift und der 30-jährige Krieg

Die Zeit der Anfänge des Protestantismus (1517 – Thesenanschlag Luthers) fiel in der Anfangszeit der Herrschaft Kaiser Karl V.

Während seiner Regierung konnte er erfolgreich die Einheit des Reiches bewahren und Siege über die rebellierenden Kräfte der Unterstützer des Protestantismus, erringen.

Sein Sohn und Nachfolger als spanischer König, Philipp II führte den Kampf zur Verteidigung des katholischen Glaubens fort, jedoch bereits gegen Ende seiner Regierungszeit begann der Abfall einiger katholischen Regionen. Der Aufstand in den Niederlanden führte zum 80-jährigen Krieg. Die englische Flotte bedrängte die spanische.

Zur größten und verheerendsten Auseinandersetzung zwischen Katholiken und Protestanten sollte es aber erst im 30-jährigen Krieg, 20 Jahre nach dem Tod Philipp II, kommen.

Das Schlachtfeld war das Gebiet des Hl. Römischen Reiches deutscher Nation. Beteiligt waren auch Streitkräfte anderer Länder, die entweder auf katholischer oder auf protestantischer Seite in die Kämpfe eingriffen.

Das Ergebnis des Krieges war für das Land verheerend. Durch die Kriegsfolgen sind geschätzte 40% der Landbevölkerung ums Leben gekommen. Die Schätzungen für die Gesamtbevölkerung schwanken zwischen 20 und 45%. Das ist ein höherer Prozentsatz als in den beiden Weltkriegen zusammengenommen.

Der Krieg hat eine Entsprechung in der Hl. Schrift, vor „sieben Zeiten“.
Die Schlacht mit den meisten Toten in der gesamten Hl. Schrift ist die Schlacht zwischen König Abiam des Südreiches Juda und König Jerobeam des Nordreiches Israel. Abiam regierte nur 3 Jahre, sodass die Datierung der Schlacht eingegrenzt werden kann. Für die Berechnung wird die Mitte der Regierungszeit, das Jahr 911 v. Chr. verwendet.

2Chronik 13:1-18
1 Im achtzehnten Jahr des Königs Jerobeam trat Abia die Königsherrschaft über Juda an.
2 Er regierte drei Jahre lang in Jerusalem. Der Name seiner Mutter war Maacha, die Tochter Uriels aus Gibea. Es herrschte Krieg zwischen Abia und Jerobeam.
3 Abia eröffnete den Kampf mit einem Heer tapferer Krieger, mit vierhunderttausend auserlesenen Leuten. Jerobeam aber stellte sich ihm mit achthunderttausend auserwählten Kriegshelden zum Kampf.
4 Da stellte sich Abia auf die Höhe des Berges Zemarajim, im Gebirge Ephraim gelegen, und rief: „Jerobeam und ganz Israel, hört mich an!
5 Müßtet ihr nicht wissen, daß der Herr, der Gott Israels, David und seinen Nachkommen das Königtum über Israel in einem Salzbund auf ewig verliehen hat?
6 Aber Jerobeam, der Sohn Nebats, der Knecht des Davidssohnes Salomo, trat auf und empörte sich gegen seinen Herrn.
7 Um ihn gesellten sich leichtfertige Männer, nichtsnutzige Leute, und gewannen über Rehabeam, den Sohn Salomos, das Übergewicht. Rehabeam war noch jung und sein Mut noch schwach, so daß er gegen sie nicht aufkommen konnte.
8 Jetzt aber glaubt ihr wohl, euch gegen das Königtum des Herrn, das sich in der Hand der Nachkommen Davids befindet, behaupten zu können, da ihr ein großer Haufen seid und die goldenen Kälber, die Jerobeam euch zu Göttern angefertigt hat, mit euch sind?
9 Habt ihr nicht die Priester des Herrn, die Nachkommen Aarons, und die Leviten verstoßen und euch Priester bestellt wie die Völker der Heidenländer? Jeder, der mit einem Jungstier und sieben Widdern kam, um sich Priesterrechte zu erwerben, wurde Priester der Scheingötter.
10 Doch unser Gott ist der Herr. Wir haben ihn nicht verlassen. Die Nachkommen Aarons dienen als Priester dem Herrn, und die Leviten versehen ihr Amt.
11 Jeden Morgen und Abend opfern sie dem Herrn Brandopfer mit duftendem Räucherwerk, legen die Schaubrote auf den reinen Tisch und ordnen den goldenen Leuchter mit seinen Lampen, um sie jeden Abend zu entzünden; denn wir vollziehen den Dienst des Herrn, unseres Gottes; ihr aber habt ihn verlassen.
12 Seht, mit uns zieht Gott an der Spitze voraus, dazu seine Priester mit den Lärmtrompeten, um gegen euch Kriegslärm zu blasen! Ihr Israeliten, kämpft nicht gegen den Herrn, den Gott eurer Väter, denn ihr werdet keinen Erfolg haben!“
13 Jerobeam ließ aber die im Hinterhalt liegenden Truppen eine Umzingelung machen, damit sie den Judäern in den Rücken kämen. So stand ein Teil den Judäern gegenüber, der Hinterhalt aber befand sich in ihrem Rücken.
14 Als nun Juda sich zum Kampfe wandte, wurden sie von vorn und von hinten angegriffen. Sie schrieen zum Herrn, und die Priester stießen in die Trompeten.
15 Die Männer Judas erhoben das Kriegsgeschrei. Als sie es anstimmten, schlug Gott Jerobeam und Gesamtisrael vor Abia und Juda.
16 Die Israeliten mußten vor Juda fliehen, und Gott gab sie in seine Gewalt.
17 Abia und sein Kriegsvolk brachten ihnen eine schwere Niederlage bei; von den Israeliten fielen fünfhunderttausend auserlesene Krieger, durchbohrt vom Schwert.
18 So wurden die Israeliten damals gedemütigt. Die Judäer aber gewannen die Oberhand; denn sie stützten sich auf den Herrn, den Gott ihrer Väter.

Das Jahr 911 v. Chr. entspricht, nach „sieben Zeiten“, dem Jahr 1619. In diesem Jahr fand die erste Schlacht des 30-jährigen Krieges statt. Das aufständische, böhmische Heer stand am 6. Juni 1619 vor Wien und wurde bei „Sablat“ am 10. Juni 1619 von den kaiserlichen Truppen geschlagen.

Die zweite, bedeutendere Schlacht des 30-jährigen Krieges fand über ein Jahr später statt. Es war der Sieg der katholischen Liga in der Schlacht am Weißen Berg, am 8. November 1620.

Die symbolische Übereinstimmung nach „sieben Zeiten“ kann für die erste, kleine Schlacht bei Sablat oder für die zweite, am Weißen Berg, zutreffen. In beiden Fällen zeigt sie den Anfang des 30-jährigen Krieges an.


Bevölkerungsrückgang durch den 30-jährigen Krieg
im Gebiet des Heiligen Römischen Reiches.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s