Endzeit. Teil 4: Henoch und Elias verkünden die Ankunft des Herrn

1. Kurzfassung

Das genaue Geburtsdatum des Herrn, Jesus Christus, wurde bereits aus der 70 Jahrwochen Prophezeiung Daniels abgeleitet, in der vom Erzengel Gabriel das Datum mitgeteilt wurde.

In diesem Beitrag wird gezeigt dass die genaue Zeit der ersten Ankunft des Herrn auch in den „sieben Zeiten“ enthalten ist.

Der Prophet Elias hat sich auf die „sieben Zeiten“ bezogen als er siebenmal nach der Wolke, die den segensreichen Regen bringen sollte, gefragt hat.

Die „sieben Zeiten“ sind ein Zeiger auf die Ankunft des Herrn, den sie in allen Ereignissen der Heilsgeschichte verherrlichen.

Der Zeiger der „sieben Zeiten“ zeigt auf den 16. Juli 8 v. Chr., dem Zeitpunkt der zwischen Mariä Verkündigung und der Geburt des Herrn liegt. Der 16. Juli ist der Gedenktag Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel, dem Skapulierfest. Auf dem Berg Karmel hat der Prophet Elias die Zeit der Ankunft des Herrn angekündigt. Er selbst kam wieder, zu der Zeit auf die er und die „sieben Zeiten“ hinweisen, als Johannes der Täufer um den Weg des Herrn vorzubereiten. So teilt es uns der Herr in Matthäus 11:14, Matthäus 17:12-13 und Markus 9:13 mit.

2. Der Prophet Elias kündigt die Ankunft der Heiligen Jungfrau und des Herrn an

1Könige 18:42-46
42 Während Ahab wegging, um zu essen und zu trinken, stieg Elija zur Höhe des Karmel empor, kauerte sich auf den Boden nieder und legte seinen Kopf zwischen die Knie.
43 Dann befahl er seinem Diener: Geh hinauf, und schau auf das Meer hinaus! Dieser ging hinauf, schaute hinaus und meldete: Es ist nichts zu sehen. Elija befahl: Geh noch einmal hinauf! So geschah es siebenmal.
44 Beim siebtenmal meldete der Diener: Eine Wolke, klein wie eine Menschenhand, steigt aus dem Meer herauf. Darauf sagte Elija: Geh hinauf, und sag zu Ahab: Spanne an, und fahr hinab, damit der Regen dich nicht aufhält.
45 Es dauerte nicht lange, da verfinsterte sich der Himmel durch Sturm und Wolken, und es fiel ein starker Regen. Ahab bestieg den Wagen und fuhr nach Jesreel.
46 Über Elija aber kam die Hand des Herrn. Er gürtete sich und lief vor Ahab her bis dorthin, wo der Weg nach Jesreel abzweigt.


Eine Statue des Propheten Elias in der Höhle des Propheten auf dem Berge Karmel.

Jesus Sirach 48:1-11
1 Da stand ein Prophet auf wie Feuer, seine Worte waren wie ein brennender Ofen.
2 Er entzog ihnen ihren Vorrat an Brot, durch sein Eifern verringerte er ihre Zahl.
3 Auf Gottes Wort hin verschloß er den Himmel, und dreimal ließ er Feuer herniederfallen.
4 Wie ehrfurchtgebietend warst du, Elija, wer dir gleichkommt, kann sich rühmen.
5 Einen Verstorbenen hast du vom Tod erweckt, aus der Unterwelt, nach Gottes Willen.
6 Könige hast du ins Grab geschickt, Vornehme von ihren Lagern hinweg.
7 Am Sinai hast du Strafbefehle vernommen, am Horeb Urteile der Rache.
8 Könige hast du gesalbt für die Vergeltung und einen Propheten als deinen Nachfolger.
9 Du wurdest im Wirbelsturm nach oben entrückt, in Feuermassen himmelwärts.
10 Von dir sagt die Schrift, du stehst bereit für die Endzeit, um den Zorn zu beschwichtigen, bevor er entbrennt, um den Söhnen das Herz der Väter zuzuwenden und Jakobs Stämme wieder aufzurichten.
11 Wohl dem, der dich sieht und stirbt; denn auch er wird leben.

3. Das siebenmalige Fragen des Elias in den Visionen der Anna Katharina Emmerich

Die sehr bedeutungsvolle aber nicht leicht zu deutende Prophezeiung des Elias wird in den Visionen der Anna Katharina Emmerich ausführlicher beschrieben und, zum Teil, gedeutet.

Im Anhang werden einige der relevanten Stellen aus den Visionen zitiert.

Elias sah die Heilige Jungfrau in der Wolke. Der Regen steht im Zusammenhang mit der Ankunft des Herrn. Anna Katharina Emmerich sieht Jesus selbst über Elias lehren, und den Regen als die Ankunft des Messias und die Ausbreitung seiner Lehren deuten. Von besonderer Bedeutung ist auch die Auslegung Jesus des siebenmaligen Fragens auf Zeiträume bis zur Erfüllung der Verheißung.

Die sieben Zeiträume sind die „sieben Zeiten“, die, in ihrer Struktur, das genaue Datum der Erfüllung der Verheißung enthalten.

4. Ein Geheimnis der „sieben Zeiten“

Die genaue Länge der „sieben Zeiten“ kennen wir bereits. Auch aus welchen Ereignissen die Länge mit großer Genauigkeit abgeleitet werden kann. In zahlreichen Ereignissen der Heilsgeschichte wurde die Entsprechung nach „sieben Zeiten“, der „Vorformen“ im Alten Testament, in der Zeit der Erfüllung, nach Ankunft des Herrn Jesus Christus aufgezeigt.

Die Anzahl der aufgezeigten Entsprechungen und, in vielen Fällen sogar die tagesgenaue Erfüllung nach mehr als 2500 Jahren, ist ein unwiderlegbarer Beweis für die Macht Gottes über alle Ereignisse der Geschichte. Kein Machthaber der Welt ist in der Lage wesentliche Ereignisse der Heilsgeschichte zu bestimmen, denn diese wurden bereits vor Jahrtausenden von Gott festgelegt und seine Beschlüsse erfüllen sich unfehlbar.

Noch gibt es aber verborgene Geheimnisse der „sieben Zeiten“, und eines davon soll jetzt aufgedeckt werden.

4.1 Die „sieben Zeiten“ als sieben „Jahre von Jahren“

Die genaue Länge der „sieben Zeiten“ ist uns bekannt. Aber warum ist die Zeitdauer genau diese? Gibt es eine tiefere Bedeutung dieser Länge und gibt es eine Unterstruktur dieser Zeiten?

Bereits bei Daniel wurde ein ungewöhnliches Zeitmaß in einer Prophezeiung verwendet. Es sind die 70 Jahrwochen in Daniel 9. Dort bestehen die Wochen nicht aus Tagen sondern aus Jahren.

Die „sieben Zeiten“ sind sieben Jahre von Jahren.

Für jeden Tag des Jahres wird ein Jahr gesetzt. Aus der Länge der „sieben Zeiten“ = 7·c = 923773,309 Tagen kann die verwendete Jahreslänge berechnet werden.

Sie beträgt √c = 363,273472 Tage.

Die Anzahl der Tage dieses Jahres ist ungewöhnlich. Es sind mehr als die 360 Tage des „prophetischen“ Jahres. Es sind aber weniger Tage als in der realen Jahreslänge (tropisches Jahr) oder in der Näherung von 365,2425 Tagen des gregorianischen Kalenders.

4.2 Die Jahreslänge in den „sieben Zeiten“ als gewichtetes Mittel zwischen der Zeit vor Christus und der Zeit der Erfüllung

Die Jahreslänge von 363,27… Tagen, die die Länge einer Zeit als ein Jahr von Jahren bestimmt, ist der gewichtete Mittelwert zwischen einem „prophetischen“ Jahr von 360 Tagen und der realen Jahreslänge von 365,2421905 Tagen.

Der Zeitraum von „sieben Zeiten“ wird somit in zwei Teile geteilt: 7·c = a + b.
Um den genauen Wert von a und b zu erhalten ist ein Gleichungssystem von 2 Gleichungen mit zwei Unbekannten, a und b, zu lösen.

Die Lösung ist:

a = 346925,48 Tage
b = 576847,83 Tage

4.3 Die „sieben Zeiten“ als Zeiger auf den Herrn, Jesus Christus

Der Zeitraum der auf die Ankunft des Herrn zeigt ist von der Tempelweihe Salomos zu rechnen. Der erste Tag der Tempelweihe wurde bereits bestimmt, es ist der 17.9.958 v. Chr.

Hinzufügen von a = 346925 Tagen führt zum Datum: 16.7.8 v. Chr.

Dieses Datum liegt zwischen Mariä Verkündigung und der Geburt des Herrn. Es ist der Gedenktag Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel, das Skapulierfest. Auf dem Berg Karmel hat der Prophet Elias die Zeit der Ankunft des Herrn angekündigt.

Das gleiche Bild in höherer Auflösung.

In den bedeutenden Ereignissen der Heilsgeschichte ist die Erfüllung der symbolischen Vorformen nach „sieben Zeiten“ zu beobachten.
Die Struktur der Zeit beinhaltet einen Zeiger der zu allen Zeiten auf die Ankunft des Herrn, Jesus Christus, zeigt.
Die Allmacht Gottes wird von der Zeit selbst verherrlicht und gepriesen.

5. Johannes der Täufer als Vorbereiter der Ankunft des Herrn

Jesus Christus bezeugt dass Elias als Johannes der Täufer wiedergekommen ist. Die vorbildhafte Handlung des Elias auf dem Berge Karmel, durch das siebenmalige Fragen nach den Wolken, bestimmte nicht nur die Ankunft der Heiligen Jungfrau mit dem Messias. Der 16.7.8 v.Chr zeigte auch auf die Wiederkunft des Propheten vom Berge Karmel um den Weg des Herrn vorzubereiten.

Matthäus 11:7-15
7 Als sie gegangen waren, begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden; er sagte: Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt?
8 Oder was habt ihr sehen wollen, als ihr hinausgegangen seid? Einen Mann in feiner Kleidung? Leute, die fein gekleidet sind, findet man in den Palästen der Könige.
9 Oder wozu seid ihr hinausgegangen? Um einen Propheten zu sehen? Ja, ich sage euch: Ihr habt sogar mehr gesehen als einen Propheten.
10 Er ist der, von dem es in der Schrift heißt: Ich sende meinen Boten vor dir her; er soll den Weg für dich bahnen.
11 Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er.
12 Seit den Tagen Johannes’ des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich.
13 Denn bis hin zu Johannes haben alle Propheten und das Gesetz (über diese Dinge) geweissagt.
14 Und wenn ihr es gelten lassen wollt: Ja, er ist Elija, der wiederkommen soll.
15 Wer Ohren hat, der höre!

Matthäus 17:10-13
10 Da fragten ihn die Jünger: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen?
11 Er gab zur Antwort: Ja, Elija kommt, und er wird alles wiederherstellen.
12 Ich sage euch aber: Elija ist schon gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Menschensohn durch sie leiden müssen.
13 Da verstanden die Jünger, daß er von Johannes dem Täufer sprach.

Markus 9:11-13
11 Da fragten sie ihn: Warum sagen die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen?
12 Er antwortete: Ja, Elija kommt zuerst und stellt alles wieder her. Aber warum heißt es dann vom Menschensohn in der Schrift, er werde viel leiden müssen und verachtet werden?
13 Ich sage euch: Elija ist schon gekommen, doch sie haben mit ihm gemacht, was sie wollten, wie es in der Schrift steht.

Seine klare, öffentliche Verurteilung des sündhaften Geschlechtslebens des Königs führte zu seiner Enthauptung.
Gott selbst sagte aber über ihn (Matth 11:11): „Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer…“

Anhang 1: Elias Vorbild in den Visionen Anna Katharina Emmerichs

Aus [1], Seite 58-63

Elias sieht ein Vorbild der heiligen Jungfrau.

Ich sah das ganze gelobte Land ohne Regen vertrocknet und verschmachtet und wie Elias mit zwei Dienern auf den Berg Karmel stieg, Regen von Gott zu erflehen. Zuerst erstiegen sie einen hohen Rücken, dann rohe Felsentreppen zu einer Terasse, dann wieder viele Felsenstufen, und gelangten zu einer großen Fläche, auf welcher ein Felsenhügel lag, in dem sich eine Höhle befand. Zu der Höhe dieses Felsenhügels stieg Elias auf Stufen hinan. Die Knechte ließ er am Rande der großen Fläche, und befahl einem derselben, auf den See von Galiläa hinzuschauen, der aber sah greulich aus, denn er war ganz ausgetrocknet, voll von Löchern und Höhlen, Sumpf und verfaulten Tieren.

Elias setzte sich zusammengekauert nieder, senkte den Kopf zwischen die Kniee, verhüllte sich, betete heftig zu Gott und schrie siebenmal seinem Diener zu, ob er keine Wolke aus dem See aufsteigen sehe. Ich sah aber bei seinem siebenten Rufe die Wolke aufsteigen, und wie der Diener dies dem Elias verkündete, der ihn fortsendete zu dem König Ahab.

Ich sah aber in der Wüste des Sees sich einen weißen Wirbel bilden, aus aus welchen ein schwarzes Wölkchen wie eine Faust hervorstieg, welches sich öffnete und ausbreitete. In diesem Wölkchen sah ich gleich anfangs eine kleine leuchtende Gestalt, gleich einer Jungfrau. Ich sah auch, daß Elias diese Gestalt in der sich ausbreitenden Wolke erblickte. Das Haupt dieser Jungfrau war mit Strahlen umgeben, sie breitete ihre Arme wie ein Kreuz aus, und hatte an der einen Hand einen Siegeskranz hängen. Ihr langes Gewand war wie zugebunden unter ihren Füßen. Sie erschien in der sich erweiternden Wolke wie über das ganze gelobte Land ausgestreckt.

Ich sah, wie diese Wolke sich teilte und an bestimmten heiligen und geheiligten Gegenden, und wo fromme und nach dem Heil flehende Menschen wohnten, sich in weißen Tauwirbeln niederließ. Ich sah diese Wirbel regenbogenfarbige Ränder erhalten, und sich in deren Mitte den Segen wie zu einer Perle in der Muschel vereinen. Ich erhielt eine Erklärung, dieses sei ein Vorbild, und aus diesen gesegneten Stellen, wo sich die Wolke in weißen Wirbeln niedergelassen, sei wirklich die Mitwirkung zur Erscheinung der heiligen Jungfrau hervorgegangen.

Ich sah aber ein prophetisches Traumbild, worin Elias während des Aufsteigens der Wolke vier Geheimnisse in Bezug auf die heilige Jungfrau erkannte. Ich habe in meiner gestörten Lage leider das Genauere hiervon, wie sehr vieles andere vergessen. Elias erkannte unter anderem daraus, Maria werde im siebenten Weltalter geboren werden, hierauf bezog sich, daß er seinen Knecht siebenmal zu sich gerufen. Er sah auch aus welchem stamme sie kommen werde. Er sah an der einen Seite des Landes einen niederen, aber sehr breiten Stammbaum, auf der entgegengesetzten Seite aber erblickte er einen bei der Wurzel breiten, bei dem Gipfel dünn werdenden sehr hohen Stammbaum, welcher seinen Gipfel in den ersteren hineinsenkte. Er verstand dieses alles, und erkannte auf solche Weise vier Geheimnisse von der künftigen Mutter des Heilandes.

Ich hatte hierauf noch eine Betrachtung, wie Elias die Höhle, über welcher er gebetet hatte, erweiterte, wie er eine größere Ordnung unter die Prophetenkinder brachte, von welchen immer einige in dieser Höhle um die Ankunft der heiligen Jungfrau flehten, und ihre Zukunft schon vor ihrer Geburt verehrten. Ich sah, daß diese Andacht zu der heiligen Jungfrau hier ununterbrochen hier fortwährte, daß sie noch durch die Essener bestand, als Maria schon auf Erden wandelte und daß sie später , von Einsiedlern, von denen endlich die Karmeliter mönche hervorgingen, bis in unsere Zeit fortgesetzt ward.

(Als die Erzählerin später ihre Anschauungen von der Zeit Johannis des Täufers mittelte, sah sie dasselbe Eliasbild …)

Er fragte seinen Diener siebenmal nach der Wolke; es deutet dieses auf sieben Zeitalter oder Generationen, bis der eigentliche Segen in Israel eine feste Wurzel fassen würde, wovon diese Segenswolke nur ein Vorbild war. Er selbst sah in der aufsteigenden Wolke ein Bild der heiligen Jungfrau und erkannte mancherlei Geheimnisse, die sich auf ihre Abstammung und Ankunft bezogen.

Aus [2], Seite 253

Es ist heute ein Fest gewesen, an dem man für den Regen gedankt und um Regen gefleht hatte, und Jesus hatte in der Synagoge eine überaus rührende Lehre vom Regen und der Dürre gehalten. Er erzählte darin von Elias, wie er auf dem Karmel um Regen gefleht und sechsmal seinen Diener gefragt und wie dieser das siebentemal eine kleine Wolke aus dem Meere (anderwärts sagt sie statt des Meeres den See Genesareth) aufsteigen gesehen, welche immer größer geworden, und endlich das ganze Land erquickt habe, und wie Elias nachher durch das Land gelaufen sei. Er legte das siebenmalige Fragen des Elias auf Zeiträume bis zur Erfüllung der Verheißung aus, und die Wolke deutete Er als ein Vorbild dieser gegenwärtigen Zeit und den Regen auf die Ankunft des Messias, dessen Lehre sich ausbreiten und Alles erquicken werde. Wer nun dürfte, solle trinken und wer sein Feld bestellt habe, der werde Regen erhalten. Er sagte dieses Alles so rührend und wunderbar, daß alle Zuhörer weinten, auch Maria und die heil. Frauen weinten. Ich mußte auch weinen.

Anhang 2: Aus dem Katechismus der Katholischen Kirche zur Einheit des Alten und des Neuen Testamentes

128

Schon zur Zeit der Apostel [Vgl. 1 Kor 10,6.11; Hebr 10,1; 1 Petr 3,21.] und sodann in ihrer ganzen Überlieferung wurde die Einheit des göttlichen Plans in den beiden Testamenten von der Kirche durch die Typologie verdeutlicht. Diese findet in den Werken Gottes im Alten Bund ,,Vorformen“ [Typologien] dessen, was Gott dann in der Fülle der Zeit in der Person seines menschgewordenen Wortes vollbracht hat.

129

Die Christen lesen also das Alte Testament im Licht Christi, der gestorben und auferstanden ist. Diese typologische Lesung fördert den unerschöpflichen Sinngehalt
des Altes Testamentes zutage. Sie darf nicht vergessen lassen, daß dieses einen eigenen Offenbarungswert behält, den unser Herr selbst ihm zuerkannt hat [Vgl. Mk 12,29—31.]. Im übrigen will das Neue Testament auch im Licht des Alten Testamentes gelesen sein. Die christliche Urkatechese hat beständig auf dieses zurückgegriffen [Vgl. 1 Kor 5,6—8; 10,1—11.]. Einem alten Sinnspruch zufolge ist
das Neue Testament im Alten verhüllt, das Alte im Neuen enthüllt: ,,Novum in Vetere latet et in Novo Vetus patet“ (Augustinus, Hept. 2,73) [Vgl. DV 16.].

Quellen:

[1] „Leben der Heiligen Jungfrau Maria“, Anna Katharina Emmerich, Aufgeschrieben von Clemens Brentano, Auflage von 1895, Regensburg

[2] „Das Leben unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi: nach den Gesichten der gottseligen Anna Katharina Emmerich“, Brentano, Clemens; Schmöger, Karl Erhard, Band 1, Regensburg, 1858

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